Unsere Themen für Abenberg
Bereits vor unserer Aufstellungsversammlung haben wir den untenstehenden Ausblick auf unsere Themen gegeben.
Nun möchten wir etwas tiefer einsteigen.
Feuerwehrhaus Abenberg
„Sicherheit braucht ein Zuhause, das funktioniert.
Abenberg braucht ein Feuerwehrhaus, das zuverlässig, funktional und zukunftsfähig ist. Das Grundstück ist vorhanden – nun müssen Planung, Ausstattung und Kosten solide abgestimmt werden.
Unsere Feuerwehr leistet Großartiges, und wir wollen ihr ein Gebäude geben, das diese Arbeit unterstützt. Dazu gehört: keine überdimensionierten Lösungen, eine klare Kostenkontrolle und volle Transparenz für die Bürger.
Wichtig ist für uns:
Ein Feuerwehrhaus, das im Einsatz überzeugt und die Stadt nicht finanziell überlastet.
Windkraft & Energie
„Erneuerbare ja – aber nur, wenn sie auch genutzt werden können.“
Erneuerbare Energien sind wichtig, aber ihr Ausbau muss wirklich umgesetzt werden – nicht nur geplant. Im Jahr 2024 wurden in Deutschland insgesamt rund 22.777 GWh an Strom aus Erneuerbaren Energien abgeregelt oder aus dem Netz genommen, obwohl er erzeugt wurde. Davon entfielen über 8.000 GWh allein auf Windkraftanlagen (Onshore & Offshore). Solche Mengen entsprechen mehreren hundert Windrädern im Jahresbetrieb.
Auch im Netzgebiet der N-ERGIE (zu dem der Landkreis Roth gehört) gibt es Fälle, in denen große PV-Anlagen gar nicht mehr angeschlossen werden – weil das Netz schon heute an seine Grenzen stößt.
Das heißt für Abenberg: Neue Windräder oder Solarfelder helfen nur dann, wenn der erzeugte Strom auch wirklich abtransportiert werden kann. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass zuerst Netze und Speicherlösungen ausgebaut werden, bevor wir neue Großanlagen planen.
Energiepolitik braucht Verstand – nicht Aktionismus.
Kloster Abenberg
"Verantwortung heißt: erst klären, dann entscheiden."
Das Kloster Abenberg ist ein prägendes Ensemble mit großer historischer und städtebaulicher Bedeutung. Gerade deshalb braucht der Umgang damit Besonnenheit, Fachlichkeit und ein klares Zielbild.
Ein Kauf des Klosters durch die Stadt wäre nur kreditfinanziert möglich und würde dauerhaft hohe laufende Kosten nach sich ziehen – für Unterhalt, Sanierung, Energie und technische Infrastruktur. Ohne ein belastbares Nutzungskonzept entstünde Jahr für Jahr eine erhebliche finanzielle Belastung, ohne erkennbaren Mehrwert für die gesamte Stadtgesellschaft.
Nach der aktuellen Faktenlage ist eine Projektentwicklung durch die Stadt selbst nicht verantwortbar.
Unsere Überzeugung ist klar:
Die Stadt muss eine vermittelnde und gestaltende Rolle einnehmen – zwischen dem Orden als Eigentümer und potenziellen Investoren. Aufgabe der Stadt ist es, Rahmenbedingungen zu definieren, Qualität zu sichern und die Interessen der Bürgerinnen und Bürger zu wahren – nicht, selbst zum wirtschaftlichen Risiko zu werden.
Entscheidend sind daher drei Fragen, die vor jeder weiteren Weichenstellung beantwortet werden müssen:
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Wie kann das Kloster sinnvoll und dauerhaft genutzt werden?
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Wem nützt diese Nutzung konkret – kulturell, sozial und wirtschaftlich?
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Wie lässt sich das Projekt langfristig solide finanzieren, ohne den städtischen Haushalt zu überfordern?
Erst wenn ein tragfähiges, transparentes und wirtschaftlich belastbares Gesamtkonzept vorliegt, kann und darf verantwortungsvoll entschieden werden.
So verstehen wir nachhaltige Stadtentwicklung:
vorausschauend, realistisch und im Interesse der gesamten Bürgerschaft.
Gewerbe & Wirtschaft
„Ohne Gewerbe gibt es keine starken Finanzen.“
Abenberg ist stark von der Gewerbesteuer abhängig. Diese Einnahmen finanzieren Feuerwehr, Schulen, Vereine und Infrastruktur. Gleichzeitig plant Windsbach ein 250.000-m²-Gewerbegebiet – ein Projekt mit direktem Einfluss auf unsere regionale Entwicklung.
Wenn wir nicht aktiv handeln, entstehen Arbeitsplätze und Einnahmen nebenan, nicht bei uns.
Wir setzen auf eine klare Gewerbestrategie, die Prüfung eines interkommunalen Gewerbegebiets und moderne Wirtschaftsförderung, die Unternehmen anzieht statt verliert.
Schulen
„Gute Bildung braucht gute Gebäude.“
Die Schulen in Abenberg haben dringenden Sanierungsbedarf: Toiletten, Klassenräume, Heizung, Fassade und Dach entsprechen nicht mehr dem Standard, den Kinder verdienen. Eine moderne Schule ist entscheidend für Lernqualität und ein wichtiger Faktor für Familien, die nach Abenberg ziehen.
Wir wollen einen realistischen Sanierungsplan, der transparent kommuniziert wird und Stück für Stück umgesetzt werden kann.
Eine gute Schule ist eine Investition in die Zukunft unserer Stadt.
Rathaus & Personal
„Ein starkes Rathaus braucht ein Team, das bleibt.“
Die hohe Fluktuation im Rathaus zeigt strukturelle Probleme: zu viel Arbeitslast, fehlende klare Abläufe und zu viele Projekte gleichzeitig. Das belastet die Mitarbeiter – und am Ende auch die Bürger.
Wir setzen uns für einen Personalrat ein, für moderne Führung, klare Zuständigkeiten und realistisch geplante Projekte.
Ein stabiles, motiviertes Rathaus ist die Grundlage für jede funktionierende Stadtverwaltung.
Wohnbau
„Wohnraum ja – aber nur so, dass er zur Stadt passt.“
Abenberg braucht neuen Wohnraum – aber gut geplant, bezahlbar und ohne die Infrastruktur zu überlasten. Das Baugebiet Wiesenstraße ist fast vollständig bebaut, Klosterwald und Kornring sind in Vorbereitung.
Wir setzen auf Wohngebiete, die sich gut einfügen, ausreichend Kita- und Schulkapazitäten berücksichtigen und langfristig zur Attraktivität der Stadt beitragen.
Wachstum muss Abenberg stärken – nicht belasten.
Ortsteile
„Wassermungenau, Dürrenmungenau & alle Ortsteile zählen.“
Man kann statt Groß & Klein auch Jung & Alt sagen. Es trifft beides zu!
Abenberg besteht aus vielen Ortsteilen – und jeder verdient die gleiche Aufmerksamkeit. Jede Ortschaft hat eigene Anliegen, die in den letzten Jahren oft zu kurz gekommen sind.
Wir wollen regelmäßige Ortsteilgespräche, faire Investitionen und Lösungen, die vor Ort wirklich funktionieren.
Politik muss überall stattfinden – nicht nur in der Kernstadt.
Transparenz & Bürgernähe
„Politik, die erklärt, was sie tut – schafft Vertrauen.“
Die Bürger haben ein Recht darauf zu erfahren, wie Entscheidungen entstehen. Transparenz schafft Vertrauen, Beteiligung stärkt die Gemeinschaft. Dazu gehört für uns auch, dass öffentliche Stadtratssitzungen künftig digital übertragen werden – damit jeder verfolgen kann, was beschlossen wird, auch wenn man es zeitlich oder beruflich nicht in den Sitzungssaal schafft.
Wir stehen für offene Informationen, klare Entscheidungen und direkten Austausch – ob digital, per Livestream oder im persönlichen Gespräch vor Ort.
Ehrliche, verständliche Kommunikation ist für uns kein Wahlversprechen, sondern Grundhaltung.
Schulen
„Unsere Schulen sind Lebensräume für Kinder – nicht nur Gebäude.“
Unsere Schulgebäude sind der Ort, an dem unsere Kinder einen Großteil ihrer Zeit verbringen. Sie sollen nicht nur funktional, sondern einladend, barrierefrei und zukunftsfähig sein.
Denn in einem modernen, zugänglichen Umfeld fällt Lernen leichter, und Bildung wird besser vermittelt. Einzelne Bereiche wurden bereits saniert, doch von der Fassade bis zu den Klassenräumen braucht es eine ganzheitliche Modernisierung.
Unser Ziel:
Schulen, die baulich und pädagogisch überzeugen, auf die wir stolz sind und die allen Kindern gerecht werden. Ein durchdachtes Konzept, das Inklusion, Qualität und Nachhaltigkeit vereint, ist unser Anspruch.

